26.10.

Nach dem schwachen Auftritt in Ronsdorf wollte sich unsere erste Mannschaft beim Heimspiel gegen Aufstiegskandidat TTV Ronsdorf rehabilitieren und vor der Herbstpause eine starke Leistung abrufen. Nach über 3,5 Stunden Spielzeit stand fest, dass dies definitiv gelungen ist – dennoch standen wir letztlich mit leeren Händen da.

Nach manchen Niederlagen muss man lange nach den Kleinigkeiten suchen, die für den Misserfolg ausschlaggebend waren. In diesem Fall waren sich beide Mannschaften nach Spielende schnell einig: Die knappen Partien gingen zum größten Teil auf das Konto der Gäste aus Wuppertal, sodass auf dem Papier ein klares 3:9 zu Buche stand, obwohl Spieler und Zuschauer fast ausschließlich Partien auf Augenhöhe zu sehen bekamen.
Doch schon zu Beginn hatte der Oberliga-Absteiger in den entscheidenden Situationen das glücklichere Händchen. Sowohl René und Christian (gegen Holt/Gester) als auch Ken und Janos (gegen Wan/Donnelly) unterlagen denkbar knapp in fünf Sätzen und auch Knut und Christoph waren gegen Luckey/Wolter ab Satz 2 voll im Match, verloren jedoch mit 1:3. So war der Fehlstart besiegelt und auch im oberen Paarkreuz sollte sich dieser Trend fortsetzen. René hielt gegen Ex-Teamkollege Holt in den Sätzen 1 und 3 gut mit und konnte sich jeweils mehrere Satzbälle erspielen, aber leider keinen einzigen nutzen. Ken hingegen brauchte beinahe zwei Sätze, um gegen den vermutlich stärksten Spieler der Liga Wan zu seinem Spiel zu finden. Doch auch trotz 0:2-Satzrückstand steckte er nicht auf, kämpfte sich in den Fünften und war zum Seitenwechsel sogar in Front, bis ein paar Kleinigkeiten im Aufschlag-Rückschlag-Spiel doch den Ausschlag für den Co-Trainer der deutschen Damen-Nationalmannschaft gaben. Beim Stand von 0:5 waren wir natürlich schon reichlich bedient, es hätte schließlich auch gut und gerne 2:3 oder sogar 3:2 stehen können. Dennoch wollten wir uns natürlich nicht kampflos geschlagen geben und ausgerechnet unser Pechvogel der bisherigen Saison Knut konnte gegen Gester endlich ein knappes Spiel zu unseren Gunsten entscheiden. In der Folge wäre eventuell sogar noch eine Aufholjagd möglich gewesen, doch während Janos in einem recht zerfahrenen Spiel gegen Wolter relativ souverän gewann, konnte Christian in einem erneuten Marathonmatch gegen Donnelly ein zwischenzeitliches 2:1 nicht nutzen und unterlag im Entscheidungssatz – 2:6. Auch unser Routinier Christoph ließ sich von der grassierenden Nervenschwäche anstecken, vergab gegen Luckey hohe Führungen in den ersten beiden Durchgängen und verlor letztlich knapp in vier Sätzen. Beim Stand von 2:7 waren unsere Hoffnungen auf einen Überraschungscoup natürlich verschwindend gering, zumal René gegen Wan auf verlorenem Posten war und chancenlos mit 0:3 unterlag. Immerhin belohnte sich Ken noch für eine sehr solide Vorstellung gegen Holt und sorgte für unseren dritten Zähler. Auch Knut hatte nochmal die Chance, zumindest seine persönliche Saisonbilanz aufzubessern, doch gegen Donnelly reichte in einer spannenden Partie ein 10:8 im Entscheidungssatz nicht für den Sieg – 10:12 und 3:9.

Mit unserer Leistung waren wir mit Ausnahme von René eigentlich recht zufrieden, auch wenn uns das klare Endergebnis durchaus ärgert. Doch wenn man von sechs Fünfsatzpartien nur eine für sich entscheidet und bei den Sätzen, die mit zwei Punkten Differenz entschieden wurden, eine Bilanz von 9:17 erzielt, ist gegen ein Spitzenteam wie Ronsdorf natürlich nichts drin und der Gegner war auch einfach ein bisschen besser oder zumindest nervenstärker. Für uns kommt die kleine Herbstpause nach zwei Niederlagen gerade recht. Am 11.11. empfangen wir das Schlusslicht aus Kleve und wollen mit einem Sieg zum einen wieder zurück in die Erfolgsspur finden, zum anderen aber auch den Abstand zu den Abstiegsrängen ausbauen!

Die Punkte für Blau-Weiß holten: Oberließen, Holz, Pigerl