21.02.19

Nach der 3:9-Hinspielniederlage war unsere Erste am vergangenen Sonntag hochmotiviert sich im Rückspiel gegen den TuS Wickrath zu rehabilitieren und die starke Heimbilanz (6 Siege, ein Remis, eine Niederlage) zu bestätigen. Daran konnte auch Christophs am Vortag gefeierter 50. Geburtstag wenig ändern, obwohl neben dem Jubilar auch Knut und Janos sichtlich angeschlagen in die Partie gingen. Das galt jedoch ebenfalls für den Ex-Blau-Weißen Marius Stralek auf Seiten der Wickrather. Wir mussten gesundheitsbedingt auf Marcel verzichten, dafür feierte Speedy sein Comeback in der Ersten und sollte im Laufe des Nachmittags noch ein wichtige Rolle spielen.

Der Beginn ließ aus unserer Sicht wenig Gutes erahnen. Denn trotz Kens und Janos´ klarem 3:0 über Rix/Korakas waren die Gäste zunächst wacher und heißer. Cheng/Lee (3:2 gegen Christian/Speedy) und Brandner/Korakas(3:1 gegen Knut/Christoph) sorgten für die Führung, die Siggi Cheng mit einem 3:2-Erfolg über Christian ausbauen konnte. Am Nebentisch geriert auch Ken gegen Rix nach 1:0-Satzführung mit 1:2 in Rückstand, konnte diesen aber drehen und auf 2:3 verkürzen. Auch in der Mitte sollte es zu zwei Fünfsatzmatches kommen. Im Kater-Duell sah Knut bei 2:0-Satzführung und Matchball im Dritten schon wie der sichere Sieger aus, konnte den Sack jedoch nicht zumachen und musste den Satzausgleich hinnehmen. Im Fünften rettete er seine Führung jedoch ins Ziel und sorgte mit 11:9 für den Ausgleich. Am Nebentisch ein ähnlicher Verlauf. Zwei Sätze lang bekam Ben Lee gegen Janos kein Bein auf die Erde, bis dieser Mitte des dritten Durchgangs begann, seine Aufschläge mehr zu variieren. Dies führt zu so vielen Aufschlagfehlern, dass es zunächst in den vierten und aufgrund körperlicher Auflösungserscheinungen beim Blau-Weißen sogar in den fünften Satz ging. Doch ebenso wie Knut konnte sich Janos wieder steigern, seine Aufschlagquote stabilisieren und knapp die Oberhand behalten. Die 4:3-Führung währte jedoch nur kurz, da Christoph gegen Korakas ab Satz 3 vollkommen einbrach und deutlich mit 1:3 unterlag. Zum Glück zeigte Speedy gegen Brandner spielerisch und mental eine stabile Leistung und brachte uns in vier Sätzen erneut in Führung. Kens Partie gegen Cheng begann verheißungsvoll, doch ab Satz 2 mehrten sich die Eröffnungsfehler unseres Spitzenspielers, der letztlich etwas unnötig mit 1:3 unterlag. Im Anschluss kam es zum Marathonmatch des Tages. Christian und Wickrath-Kapitän Rix schenkten sich nichts, wobei Christian zwei Mal recht deutlich in Führung ging. Doch Rix kämpfte sich immer wieder zurück, schaffte in zwei Verlängerungssätzen den Satzausgleich und verwickelte Chris sehr oft in Rückhand-Rallyes. Erst bei 3:10 im Fünften gelang es Chris wieder, diese offensiver zu gestalten. Er wehrte sechs Matchbälle ab, zog letztlich aber doch mit 9:11 den Kürzeren – 5:6.

In der Zwischenzeit hatten am Nebentisch beinahe zwei komplette Einzel stattgefunden. Knut hielt Lee recht souverän mit 3:1 in Schach, während Janos gegen Stralek nur sehr schwer in die Partie fand. nach 0:1 und 2:6 erkämpfte er sich jedoch zunächst den Satzausgleich und danach auch die -führung, verpennte den Satz in Satz 4 aber völlig. Nach 0:7 und 4:10 hieß es trotz Aufholjagd 9:11, sodass es erneut in den Entscheidungssatz ging. In diesem konnte Janos seine derzeit überragende Fünfsatzbilanz von über 80% im letzten Jahr weiter ausbauen und uns wieder mit 7:6 in Führung bringen. So ging es ins untere Paarkreuz, wo Christoph sich von seiner Niederlage im ersten Einzel gut erholt zeigte und Brandner nach Satzrückstand niederkämpfte. Dadurch hatte Speedy gegen Korakas den Sieg auf dem Schläger. Und tatsächlich schien es so, als würde unser Edeljoker die Nerven bewahren. Nach verkorkstem Start drehte er Satz 1 und gewann auch Durchgang 2 in der Verlängerung. Nach kurzer Schwächephase im Dritten drehte er im vierten Satz wieder auf und ging mit 10:4 in Führung. Nach fünf vergebenen Matchbällen und einigen Flüchen dann die Erlösung – Servicewinner brachte das 11:9, sodass es nach beinahe 5 (!!!) Stunden Spielzeit 9:6 hieß.

So ein Derby war aus unserer Sicht natürlich wie gemalt. Zwei heiße Mannschaften, eine noch heißere Halle und einige Zuschauer sorgten für eine tolle Atmosphäre und ein spannendes, aber jederzeit faires Match. Dass wir solch eine ausgeglichene Partie letztlich auch gewinnen können, passt zu unserer Saison. Wollen wir hoffen, dass diese Glückssträhne noch ein Weilchen anhält, obwohl die Aufgabe beim TTV Ronsdorf am kommenden Sonntag noch deutlich schwerer werden dürfte!

Die Punkte für Blau-Weiß holten: Oberließen/Pigerl, Oberließen, Holz (2), Pigerl (2), Karas, Spytek (2)

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